Die 70-%-Kappung im EEG 2027: Was sie Freiflächenanlagen kostet
Der Entwurf zum EEG 2027 begrenzt ab 2027 die Einspeisung von Freiflächen-Photovoltaik auf 70 % der installierten Leistung am Netzverknüpfungspunkt. Was das kostet, hängt weniger an der Grenze als an der Anlage dahinter.
Wir haben es nicht geschätzt, sondern gerechnet: auf gemessenen 10-Minuten-Strahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes und echten Day-Ahead-Börsenpreisen der Jahre 2021 bis 2025 — für sieben Anlagenkonzepte vom festen Südtisch bis zur vertikalen Agri-PV.
Vier Ergebnisse vorab
- 3,8 % Ertragsverlust einer Südanlage bei marktüblicher Auslegung (DC/AC 1,25). Die Schwankung zwischen 2021 und 2025 beträgt weniger als einen Prozentpunkt — es ist kein Wetterrisiko.
- 180 % des Erlösverlusts holt ein Speicher zurück, der die Kappungsenergie auffängt — weil er Mittagsstrom in die Abendspitze verschiebt.
- +27 % Erlös je kW Netzanschluss erzielt ein Agri-PV-Tracker gegenüber der Südanlage — obwohl Tracker stärker gekappt werden als Südanlagen.
- 25,7 % der Erzeugung einer Südanlage lagen 2025 in Stunden mit negativem Börsenpreis (2021: 4,1 %). Das eigentliche Risiko liegt dort, nicht bei der Kappung.
Was im Whitepaper steht
- Kappungsverlust für sieben Anlagenkonzepte, je Jahr von 2021 bis 2025
- Speicherdimensionierung für 90, 95, 98 und 100 % Rückgewinnung
- Der Einfluss der Wechselrichterauslegung (DC/AC-Verhältnis)
- Erlösrechnung mit echten Börsenpreisen — und der neue Maßstab: Erlös je kW Netzanschluss
- Die Grenzen der Untersuchung, offen benannt
11 Seiten, alle Annahmen offengelegt.
Über Smart Solar
Wir entwickeln, planen und bauen Freiflächen- und Agri-PV-Anlagen, mit Schwerpunkt auf nachgeführten Systemen. Unser Maßstab ist der Euro, der beim Investor ankommt — und seit diesem Gesetzentwurf heißt das: der Euro je Kilowatt Netzanschluss.
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